Curia Generalis Ordinis Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 12:47 PM CET, Nov 17, 2017

Arsenio von Trigolo heiliggesprochen

Empfehlung Arsenio von Trigolo heiliggesprochen

Samstag, 7. Okt. 2017 im Dom von Mailand

Kardinal Amato: „Pater Arsenio war ein Priester, stolz auf seine Berufung und auf sein Apostolat… Er liebte das Gebet, das Opfer, die Arbeit. Er war ein geschätzter Meister des spirituellen Lebens und ein erfahrener Beichtvater“.

Mailand, 7. Oktober. Ein schöner, sonniger Herbsttag, der Kapuziner Br. Arsenio von Trigolo, Gründer der Kongregation der Schwestern von der Allerheiligsten Maria, der Trösterin, wurde zur Ehre der Altäre erhoben. Kardinal Angelo Amato, Präfekt der Kongregation für die Verehrung der Heiligen, zusammen mit dem neuen Erzbischof von Mailand, Bischof Mario Delpini, und zahlreichen anderen Bischöfen und in Gegenwart des Generalministers der Kapuziner, Br. Mauro Jöhri, und gut hundert Priestern und Brüdern, stand dem Ritus der Heiligsprechung vor. Papst Franziskus hatte ihn zu diesem Zweck nach Mailand geschickt.

Der Dom mit seinem Wald von Türmen und der Schönheit der farbigen Scheiben bildete für die ungewohnte Feier eine unbeschreibliche Szenerie. In ihm versammelte sich eine grosse Menge von Gläubigen, von Schwestern und von Brüdern, die von den Klöstern der Lombardei und aus verschiedenen Teilen Italiens hergekommen waren. Besonders erwähnt zu werden verdienen der Generalpostulator des Kapuzinerordens, Br. Carlo Calloni, und seine Mitarbeiter. Ihnen verdanken wir zum grossen Teil das Verdienst, den Heiligsprechungsprozess glücklich zu Ende geführt zu haben. Noch in diesem Monat Oktober wird ein anderer Seliger, Angelo d`Acri in Rom heiliggesprochen und im November wird ein weiterer Bruder, Solanus Casey, heiliggesprochen. Er wird der erste aus den USA sein.

Einige Anmerkungen zur Biographie des neuen Heiligen. Arsenio von Trigolo wurde am 13. Juni 1849 in Trigolo (Cremona) geboren. Er wurde getauft auf die Namen Josef Anton Migliavacca. Im Jahr 1847 wurde er zum Priester geweiht. Dann war er zunächst Hilfspriester in verschiedenen Pfarreien der Diözese Cremona. Im Jahr 1875 bat er um Aufnahme in den Jesuitenorden. Nach verschiedenen Erfahrung in der Ausbildung wurde er nach Venedig geschickt. Die Gesellschaft Jesu entliess ihn dann aus ihren Reihen. Er kam nach Turin, wo er vom Erzbischof damit beauftragt wurde, eine Gruppe von Frauen zu begleiten, die eine Schwesternkongregation gründen wollten. Diese werden den ersten Kern der neuen Kongregation der Schwestern von der Allerheiligsten Maria, der Trösterin, bilden. Von Turin aus begab er sich nach Mailand, um die Führung der dortigen Schwestern zu übernehmen.

Im Gefolge verschiedener Auseinandersetzungen bat Don Giuseppe darum, in den Kapuzinerorden aufgenommen zu werden. Nach dem Noviziatsjahr in Lovere (Bergamo), wo er den Namen P. Arsenio von Trigolo annahm, wurde er 1903 in das Kloster von Bergamo versetzt;

P. Arsenio musste während seines Erdenlebens viele Prüfungen bestehen. Die schmerzhafteste Prüfung war die Entlassung aus dem Jesuitenorden. Also er dann die Führung der Kongregation übernommen hatte, traf ihn eine neue Prüfung: in Mailand nötigten die Schwestern mit falschen Anschuldigungen den Kardinal Andrea Ferrari ihn zu entlassen. Zu dem Zeitpunkt bat er darum, in den Kapuzinerorden aufgenommen zu werden. Nach dem Noviziat fuhr er fort, sich in der Predigttätigkeit und in der Beichtseelsorge zu betätigen; dabei bewahrte und zeigte er eine innere Heiterkeit und liess nicht durchblicken, was er in seinem Leben an Gutem getan hat.

In seinem Brief, den der Generalminister anlässlich der Heiligsprechung von P. Arsenio den Brüdern geschrieben hat, hält er am Schluss seines Briefes fest: „ Liebe Brüder, der selige Arsenio von Trigolo fügt sich ein in die lange Schar von Heiligen und Seligen des Ordens, jeder mit seiner eigenen Geschichte und seinen Eigenheiten. Der selige Arsenio als Jesuit und als Kapuziner erinnern einen jeden von uns an typische Elemente der einen oder der anderen Spiritualität. Das Herz der Lehre des heiligen Ignatius ist, sich vom Wunsch inspirieren zu lassen, alles zur grösseren Ehre Gottes zu tun. Franziskus lehrt, die vollkommene Freude im Ertragen von Verfolgungen, Unrecht und böswilligem Reden und dabei immer Gott zu danken; denn Franziskus hat erkannt, dass Gott uns liebt, noch bevor wir ihn lieben. In diesem doppelten Gewand macht uns Brüdern der selige Arsenio deutlich, dass unsere erste Aufgabe im Glauben an Christus besteht, der allein Gott die Herrlichkeit gibt und nur er kann in Freude der Welt gebracht werden“.

Von seiner Seite her hat Kardinal Amato in seiner Homilie festgestellt: „ Pater Arsenio war ein Priester, treu in seiner Berufung und in seinem Apostolat für das Gute…Er liebte das Gebet, das Opfer und die Arbeit. Er war ein geschätzter Meister des geistlichen Lebens und ein erfahrener Beichtvater“. „Die Tugenden der Demut und der Liebe sind die tragenden Säulen seiner Spiritualität“. „Er war der erste, der sie lebte“. Oft gab er den guten Ratschlag: „Seid demütig, macht euch ganz klein“.

Am Schluss des Ritus nahm Bischof Delpini, neuer Erzbischof von Mailand, das Wort. Er berichtete, dass er die Gestalt von Pater Arsenio vor vielen Jahren auf einem Exerzitienkurs kennen gelernt habe. „Er wirkte das Gute immer im Verborgenen und ich glaube, dass er auch heute verborgene Gnaden schenkt. Lernen wir es, ihm dankbar zu sein und unser Leben seinen Tugenden anzugleichen, so dass wir Frucht bringen.

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Liturgische Texte - 10. Dez.

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Letzte Änderung am Mittwoch, 08 November 2017 17:37