Curia Generalis Ordinis Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 12:39 PM CEST, Aug 11, 2017

Das Haus des Ordens in Jerusalem

Beschreibung

Anfang der 30ger Jahre des letzten Jahrhunderts erreichte die Oberen des Ordens die Einladung seitens des lateinischen Patriarchen von Jerusalem Luigi Barlassina dorthin zu kommen. Es wurde entschieden in Jerusalem im Talbaiye-Viertel der Stadt ein Haus zu bauen. Das Talbaiye-Viertel ist eines der jüdischen Stadtviertel und stellt einen strategisch günstigen Punkt in der Stadt dar; 20 Minuten entfernt von der Altstadt und von der Grabeskirche. Das Haus hatte die Aufgabe junge Brüder zu beherbergen, die Bibelwissenschaften studieren oder Brüder, die die Stadt besuchen wollen. Die arbeiten wurden schnell in Gang gesetzt aber durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges haben es die Kapuziner nie geschafft, den Konvent zu bewohnen. Die Kriegswirren und die politischen Spannungen, die letztlich zur Gründung des israelischen Staates führten, waren der Grund dafür, dass die militärischen und zivilen Autoritäten einen Großteil des Grundstücks konfisziert haben, das die Kapuziner erworben hatten. Auf dem konfiszierten Teil wurde ein psychiatrisches Krankenhaus gebaut. Der verbleibende kleine Teil des Grundstücks verblieb in der Verwaltung eines ‚geistlichen Freundes' des Ordens, der ihn mit Ausdauer und Hingabe den Brüdern erhielt.

In den 90ger Jahren erhielt die Generalkurie erneut die Möglichkeit in Jerusalem ein Zentrum für biblische Studien, das gleichzeitig als Gästehaus für die Brüder fungieren kann, zu bauen. Man löste die juristischen Probleme im Hinblick auf die Eigentumsrechte, man restaurierte das kleine Haus des Wächters und errichtete hierin eine Brüdergemeinschaft in direkter Abhängigkeit vom Generalminister. Die Gemeinschaft wurde der venezianischen Provinz anvertraut.
Um die Aufwertung dieses privilegierten Ortes abzuschließen, ist der Orden zur Zeit dabei die Gebäude des ehemaligen psychiatrischen Krankenhauses zurück zu erwerben, um dort einen neuen besser geeigneten Ort für die örtliche Brüdergemeinschaft, die Brüder, die sich studienhalber in Jerusalem befinden, und eventuelle Gäste bis zu einer Zahl von 50 einzurichten. Das Zentrum für Spiritualität wird den Titel „Ich bin das Licht der Welt" (Joh 8,12). Es kann für Studienseminare oder Fortbildungen für Priester, Ordensleute, Katecheten und Pastoralreferenten und -assistenten genutzt werden. Es wird neben einem großen garten und einer Kirche mit ca. 150 Plätzen über eine Aula, die mit Gerätschaften für die Simultanübersetzung ausgestattet ist, verfügen.

Diese Initiative wurde erst möglich durch die Großzügigkeit diverser Wohltäter und den gewichtigen Beitrag der.


Zentrum für Spiritualität

Ich bin das Licht der Welt

 

1Das Haus, eröffnet im September 2010, steht in Neu-Jerusalem, direkt gegenüber den westlichen Mauern, in einem Wohnquartier von Neu-Jerusalem (Talbye), die Sicht auf die Westmauern der Altstadt ist frei. Dazu kommen in der Nähe die Dormitio-Abtei Mariens auf dem Berg Zion, der Kirchturm der Russischen Kirche auf dem Ölberg und am Horizont die Berge Jordaniens. Das Grundstück umfasst auch einen schönen, grosszügigen Garten und einen Abhang mit Olivenbäumen. Das heilige Grab erreicht man zu Fuss in zwanzig Minuten, dabei überquert man die öffentlichen Parkanlagen und und betritt die Altstadt durch das Jaffator. Das Haus verfügt über Einzel- und Doppelzimmer; es kann bis 25 Personen beherbergen.

2Die Gemeinschaft bietet an: brüderliche Gastfreundschaft, Teilnahme am Gebet, gemeinsamer Tisch und andere kleine Dienste. Die Brüder der Gemeinschaft stehen für die verschiedensten Bedürfnisse zur Verfügung der Gäste, Brüder und Pilger.

3Bei Voranmeldung kann man beim heiligen Grab, auf dem Kalvarienberg, in Geburtskirche von Bethlehem und anderswo privat zelebrieren.

4Die Brüder der Gemeinschaft stellen sich für persönliche Führungen zur Verfügung: Die heiligen Orte in Jerusalem und in der Umgebung (Bethlehem, Ain Karim, Emmaus, Jericho usw.) entsprechend den Wünschen der Gäste und der zur Verfügung stehenden Zeit. Auf Anfrage lassen sich auch Ausflüge nach Galilea von einem oder mehr Tagen organisieren (Nazareth, Berg Tabor, Berg der Seligpreisungen, Tabga, Kafarnaum, Magdala usw.) Für Autotransporte von Gruppen von mehr als 6 Personen kann ein Bus mit Fahrer gemietet werden.

5Vertiefungseinheiten für bestimmte Themen und entsprechend der zur Verfügung stehenden Zeit in Heiliger Schrift und Archeologie. Für diese Einheiten braucht es eine vorausgehende Anmeldung.

6Es gibt vielfältige Möglichkeiten, an täglichen und festtäglichen Liturgie teilzunehmen. Diese werden durchgeführt durch das Patriarchat, durch die Kustodie des Heiligen Landes und durch die einzelnen religiösen Familien, die in Jerusalem präsent sind.

7Es besteht die Möglichkeit, Werke christlicher Sozialhilfe zu besuchen (Caritas Baby Hospital, Krippe von Bethlehem usw.)

Kontakt

Letzte Änderung am Montag, 26 September 2016 01:34