Skip to content Skip to footer

„Diese Kapuziner sind wirklich brav“

Loreto.  25. März 2019. Die Liturgie feiert das Fest der Verkündigung…

Loreto.  25. März 2019. Die Liturgie feiert das Fest der Verkündigung, sie erinnert an den Gruss des Engels Gabriel an Maria, in deren Schoss das Wort Gottes die menschliche Natur angenommen und so dem Geheimnis der Erlösung den Anfang gesetzt hat. Auf diesem theologischen Hintergrund pilgerte Papst Franziskus nach Loreto; er bezeichnete diesen Wallfahrtsort als „privilegierten Ort, an dem das Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes betrachtet werden kann. Hier sind in der Tat die Mauern aufbewahrt, die nach der Tradition aus Nazareth stammen, dem Ort, wo Maria ihr „ja“ gesprochen und so die Mutter Jesu wurde. Aus diesem Grund wurde das sogenannte „Haus Mariens“ auf diesem Hügel zur verehrten und geliebten Präsenz der Gottesmutter. Sie wird nicht müde, denen geistliche Wohltaten zu erlangen, die in Glauben und Vertrauen hierher kommen und hier ihre Gebete verrichten.“

Der Besuch des Heiligen Vaters war durch viele schöne und bewegende  Augenblicke gegliedert. So zum Beispiel die Segnung mit den Pilgern, den Kranken, den Müttern in Erwartung. Dann vor allem die Begegnung mit den jungen Menschen anlässlich der Unterzeichnung der postsynodalen Exhortatio „Christus vivit“. Sie wird am kommenden 2. April 2019 publiziert. Bei seiner Ansprache auf dem Platz vor mehr als 10.000 Pilger unterliess es der Papst nicht, sein Wort in besonderer Weise an die Kapuziner zu richten; sie sind schon seit unzähligen Jahren die Hüter des Heiligtums des Heiligen Hauses. Unter anderem sagte der Papst: „Ein besonderer Gedanke geht an die Kapuziner. Ihnen ist die Sorge für dieses Haus, das dem italienischen Volk so viel bedeutet, anvertraut. Diese Kapuziner sind brave Leute! Immer im Beichtstuhl, immer präsent, und wenn du das Heiligtum betrittst, ist sicher einer oder zwei oder drei oder auch vier Kapuziner da, die du ansprechen kannst, und das vom Morgen bis zum Abend. Das ist eine anspruchsvolle Arbeit. Aber sie sind brav und ich möchte ihnen besonders für ihren ganztägigen Dienst im Beichtstuhl danken. Dann sprach der Papst noch eine Bitte aus: „Ich bitte die Brüder Kapuziner ganz herzlich um noch einen zusätzlichen Dienst. Wenn sie doch die Öffnungszeiten der Basilika und des Heiligen Hauses am Abend und bei Beginn der Nacht ausweiten könnten, dann wenn Jugendgruppen in der Kirche noch beten und sich mit ihrer Berufung auseinandersetzen möchten.“

Papst Franziskus hat die Identität des Heiligtums in seiner Bestimmung folgendermassen umschrieben: „Haus der Jungen“ (Ort der Überprüfung der Berufung unter den drei Aspekten: hören, unterscheiden, entscheiden). „Haus der Familie“ und „Haus der Kranken“. Den anwesenden Gläubigen gab er die folgende Ermahnung mit auf den Weg: „Tragt das Evangelium des Friedens und des Lebens zu unseren Zeitgenossen; sie sind oft abgelenkt, von irdischen Interessen gefangen gehalten und eingetaucht in ein Klima geistlicher Dürre.“

Noch ein Nachtrag: Seit 25. März 2015 steht die Fraternität von Loreto in der Zuständigkeit des Generalministers. Vorher war die Provinz der Marken zuständig gewesen. Diese Entscheidung wurde damals in einem Dekret festgehalten. Es wurde an diesem Tag unterzeichnet vom Päpstlichen Delegaten für das Heilige Haus, Bischof Giovanni Tonucci und vom damaligen Generalminister der Kapuziner, Br. Mauro Jöhri. Aus diesem Grund nahm auch der aktuelle Generalministers, Br. Roberto Genuin in diesem Jahr an diesem Anlass teil.

Foto – Youtube www.vaticannews.va

Directory 03/28-Bravi non trovata.