Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 1:40 PM CEST, Jun 18, 2019

Treffen der Verantwortlichen für die missionarische Arbeit

Treffen der Verantwortlichen für die missionarische Arbeit

29. April - 3. Mai 2019

Rom. In einer offenen und freundlichen Atmosphäre haben ein grösserer Teil der Verantwortlichen für die Missionsarbeit in den Provinzen der CENOC an der Generalkurie der Kapuziner ihr sechstes jährliches Treffen abgehalten. Teilnehmer waren: Br. Othmar Noggeler (Deutschland), Br. Christoph Kurzok (Österreich und Südtirol), Br. Luc Vansina (Belgien), Br. Aklilu Petros von Seiten der Generalkurie; Br. Aloys Voide, Daniel Hug (Oganisation) und Beat Baumgartner (alle drei aus der Schweiz), Br. Kieran Shorten und Br. Patrick Flyn (Holland), Br. Philip Cutajar (Malta), Br. Dominique Savenier und Br. Jonson Savarimuthu (Frankreich ) sowie Br. Fernando Ventura (als Übersetzer Portugal).

Das Treffen konzentrierte sich in erster Linie auf das aktuelle Thema der Begegnung des hl. Franziskus mit dem Sultan Malik al-Kamil, das in der Hafenstadt Damietta vor 800 Jahren stattgefunden hat. Br. Ben Ayodi von der Generalkurie hielt über diesen Vorgang einen langen Vortrag. Er sieht ihn als den Beginn des islamisch-christlichen Dialogs. Zur Vertiefung des Themas erhielten die Teilnehmer Gelegenheit, sich den Film „der Sultan und der Heilige“ anzusehen. Der Film zeigt das Treffen aus spezifisch muslimischer Sicht.

Alle zeigten sich als Zuschauer des Filmes vom autobiographischen Zeugnis des Mohamed El Bachir tief betroffen. Er hatte seine Frau beim Attentat in der Untergrundstation Maalbeek in Bruxelles verloren. Er schrieb unter dem Titel „Ein Jihad der Liebe“ NdT ein kleines Buch über seine Erfahrung. Er zeigt, dass Rache und Vergeltung in keiner Weise die Freiheit und Gerechtigkeit zwischen Religionen und ethischen Gruppen herbeiführen, sondern nur der Einsatz der Freiheit.

Mohamed El Bachir wurde von Luc Vansina zum Treffen eingeladen. Er und Barbara Merrens und Srijin Vemae von der franziskanischen Laienbewegung Belgiens legten ein hochinteressantes Projekt vor: „Einladung zum gemeinsamen Gebet“. Das Ereignis wird am 4. Oktober 2019 stattfinden. Das Projekt ruft nicht nur zum gemeinsamen Gebet für den Frieden unter den verschiedenen Religionen auf, sondern zum Läuten der Glocken in den jeweiligen Diözesen. Das Projekt fand den Beifall der Teilnehmer aus der CENOC. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten werden sie das Projekt unterstützen.

Am Donnerstagmorgen bekam das Treffen den Besuch des neuen Generalministers, Br. Robert Genuin. Er unterstrich die Wichtigkeit der Mission in unserer Zeit. Die Mission ist nicht nur eine Sache von Geld, in unserer säkularisierten Welt müssen wir im Bezug auf die Vergangenheit anders denken. Es gibt eine Verlagerung vom Norden ins Zentrum und vom Klerus zu den Laien.

Die Versammlung unterzog die finanziellen und solidarischen Projekte der Kurie einer Prüfung. Br, Aklilu Petros von der Generalkurie gab die nötigen Informationen und die Vertreter der verschiedenen Provinzen ihrerseits gaben Einblick in die Jahresabrechnungen ihrer missionarischen Tätigkeit. An der nachfolgenden Sitzung haben die Teilnehmer über folgende Fragen miteinander gesprochen: Was ist unser Ziel für die Zukunft? Und schliesslich: Sind wir bereit, mit den Laien zusammenzuarbeiten?

Am Ende waren sich alle Teilnehmer aus der CENOC einig, dass man dieses Treffen auch in Zukunft weiterführen soll.

Beat Baumgartner

Letzte Änderung am Mittwoch, 22 Mai 2019 12:33