Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 2:18 PM CEST, Aug 11, 2020

Kapuziner am Golf

Die franziskanische Familie feiert in diesem Jahr den 800sten Jahrestag des Besuchs des Heiligen Franziskus beim Sultan von Ägypten. Vor einigen Wochen - es war das erste Mal - begab sich der Papst in die Arabischen Emirate. Er feierte dort in der Hauptstadt Abu Dhabi mit den Katholiken, die in den Emiraten und in den angrenzenden Ländern leben eine feierliche Eucharistie. Wir benützen die Gelegenheit und berichten euch von der Arbeit unserer Mitbrüder, die in diesem Teil der Welt als Kapuziner wirken.

Die Kustodie der Minderbrüder Kapuziner in Arabien besteht aus zwei Vikariaten: das im Süden (Vereinigte Arabische Emirate, Yemen und Oman) und das im Norden (Kuwait, Saudi Arabien, Qatar und Bahrein). In sieben Staaten arbeiten 75 Kapuziner, sie stammen aus 20 Zirkumskriptionen: 53 kommen aus Indien, 11 aus den Philippinen, 4 aus dem Libanon, 3 aus den Vereinigten Staaten, 2 aus der Schweiz, 1 aus Tanzania und 1 aus Italien. Diese Kustodie ist übrigens die einzige im ganzen Orden, in der es keine einheimischen Brüder gibt. Alle Brüder kommen aus anderen Teilen der Welt; es sind Migranten mit beschränkter Aufenthaltsbewilligung, genau wie alle anderen Ausländer.

Die Kirchen erfreuen sich einer zahlreichen Teilnahme der Gläubigen am Gemeindeleben; sie kommen aus der ganzen Welt und finden Beschäftigung in allen Sektoren der Wirtschaft und auch im Dienstgewerbe. Viele Laien engagieren sich in unseren Kirchen. Das ist eine Besonderheit in der Welt von uns Kapuzinern, in der unsere Präsenz im Rahmen von Pfarreien zum Tragen kommt und alle Brüder sich in die Pastoration einbringen.

Die Brüder leben unter Muslimen; sie bemühen sich nach dem Beispiel des hl.  Franziskus, die Botschaft des Evangeliums diskret weiterzugeben.

Die Katholiken in Arabien kommen aus der ganzen Welt und bringen mit sich ihre Kulturen, ihre Sprachen und ihre Traditionen. Sie bringen mit sich auch ihre eigenen Riten (syromalabarisch, syromalankarisch, maronitisch und chaldäisch); sie bilden gleichsam ein Abbild der Situation der heutigen Kirche.

Bei der verschiedenen Herkunft der Brüder fällt es nicht leicht, eine eine Kirche  mit verschiedenen Identitäten zu bilden. Unsere Situation bedeutet für uns einen grossen Reichtum, anderseits ist sie auch eine grosse Herausforderung. Das Gebet und die gemeinsamen Aufgaben helfen den Brüdern, dass sie miteinander  das Leben teilen können. Sie haben ihre Ausbildung an verschiedenen Orten bekommen, aber hier stehen sie zusammen für und mit der Kirche. Sie bieten ihren Dienst in verschiedenen Sprachen an, aber alle wissen, dass sie im Dienst aller Gläubigen stehen. Es geht wirklich um eine Herausforderung, aber wenn die einen von den anderen lernen, stellt sich auch Freude ein und die Lust in   Verschiedenheit zu leben.

Die Leute denken oft, dass Arabien ein rein muslimisches Land ist und dass es dort keine katholische Kirchen und katholische Gläubige gibt. Aber das stimmt so nicht. Es gibt grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. In gewissen Ländern sind Kirchengebäude nicht zugelassen; in den Vereinigten Arabischen Emiraten füllt eine grosse Zahl von Katholiken über das Wochenende die zahlreichen Gottesdienste. Natürlich, diese Länder sind alle muslimisch, aber in ihnen gibt es viele Christen und Katholiken. Hier sich einzusetzen ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, dass die einen von den  anderen lernen und dass man in Situationen gestellt wird, wo man den eigenen Glauben bezeugen kann. Das gibt für einen jeden die Gelegenheit, sich zum Evangelium zu bekehren.

Wir laden euch ein, euch - in englischer Sprache - die Interviews und Zeugnisse unserer Brüder am Golf anzuschauen.

Video Interview in englischer Sprache:

Andere Videos – Vorstellung der Pfarreien:

Video - Die Geschichte der katholischen Kirche in den Arabischen Emiraten in englischer Sprache:

Fotos aus den Vereinigten Emiraten – die Kapuzinerpfarreien:

Letzte Änderung am Donnerstag, 14 März 2019 13:46