Curia Generalis Ordinis Fratrum Minorum Capuccinorum

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updated 7:46 AM CEST, May 22, 2017

Das Vikariat Arabien feiert 100 Jahre Präsenz der toskanischen Kapuzinerprovinz

Empfehlung Das Vikariat Arabien feiert 100 Jahre Präsenz der toskanischen Kapuzinerprovinz

Am 20. März 2017 wurde die St. Josephs-Kathedrale in Abu Dhabi Zeuge einer historischen Feierlichkeit: „Die Errichtung der Kirche in Arabien“. Hundert Jahre Präsenz der toskanischen Kapuzinerprovinz im Vikariat von Arabien. Br. Angelo Fiumicelli, 91 Jahre, und Br. Eugenio Mattioli, noch im aktiven Einsatz, haben mit ihrem Enthusiasmus und ihrer Kompetenz dafür gesorgt, dass dieser Tag für alle zu einem unvergesslichen Ereignis wurde.

Die feierliche Eucharistie wurde im Freien abgehalten, dann folgten Reden und eine Video Präsentation. Bischof Paul Hinder, Apostolischer Vikar von Südarabien, wurde von verschiedenen Gästen assistiert: der apostolische Nuntius, Erzbischof  Francisco Padilla aus Kuwait; Br. Mauro Jöhri, Generalminister des Kapuzinerordens aus Rom; Br. Valerio Mauro, Provinzialminister der Provinz Toscana aus Florenz sowie 43 Priestern aus den Pfarreien des Vikariats und etwa 2000 Gläubige.

Wenn  man eine Mission einer einzelnen Provinz anvertraut hat, war das für die Entwicklung der Kirche vor Ort von Vorteil: 1) beständiger Zufluss von Missionaren; 2) Gruppengeist und gemeinsamer Einsatz; 3) aktive Teilnahme der Mutter Kirche, freiwilliger Einsatz. In Arabien war es nicht das Ziel der Mission, die Muslime zu bekehren. Es ging um die Millionen eingewanderter Arbeiter, die aus der ganzen Welt herbeiströmten.

Seit der Mission, die in Aden im Jahr 1916 begann, haben die Kapuziner der Toscana die Mission unter erheblichen Schwierigkeiten durchgebracht und im Lauf von 100 Jahren die Kirche auf der Halbinsel aufgebaut. Mit dem Boom des Erdöls kamen immer mehr Migranten an den Golf. Die Grosszügigkeit und die Offenheit der Behörden der Länder am Golf haben den Kapuzinern erlaubt, neue Gründungen zu errichten: In Bahrain (1939), in den Arabischen Emiraten und Oman (1960) und in weiteren Ländern des Golf.

Zur Zeit von Bischof Gremoli, Apostolischer Vikar von 1976 bis 2005, letzter Bischof des Vikariats aus der Toscana, sah sich die Provinz nicht mehr im Stande, neue Missionare zu schicken, die die Seelsorge an den zehntausenden von eingewanderten Christen hätten garantieren können. Aus diesem Grund wandte sich Bischof Gremoli an andere Kapuzinerprovinzen in Indien, Libanon und auf den Philippinen; er bat sie um ihre Hilfe. Er hat auch Laien angestellt, die sich am Golf in der Weiterbildung der Priester einsetzen.

Die Migrantenkirche am Golf scheint aus allen Nähten zu platzen; sie weiss sich allerdings getragen von der Kraft der Priester, Ordensleute und Laien. Sie wollen universale Kirche sein, eins in der Verschiedenheit der Nationalitäten, Kulturen und kirchlichen Traditionen.

Br. Eugen Mattioli feierte sein Diamantenes Priesterjubiläum. Er ist der letzte aus der Reihe der Kapuzinermissionare aus der Toskana. Er weilte auch am längsten von allen in der arabischen Mission.

Das ganze Programm kann man auf den folgenden Links abrufen. Die kurze Videopräsentation am Ende (10 Minuten) erzählt die hundert Jahre Missionsgeschichte in Arabien.

Letzte Änderung am Donnerstag, 06 April 2017 10:56