7 CPO
BRÜDERLICHES LEBEN UND MINDERSEIN
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Tages programm
Samstag, 27. März
Vormittag

Abschlussfeier in der Basilika der Hl. Klara

Nachmittag

Abfahrt mit dem Bus nach Rom

JESUS CHRISTUS, VORBILD DES MINDERSEINS FÜR FRANZISKUS
 

MinderseinFür Franz von Assisi ist Jesus Christus das Vorbild des Minderseins. „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.“ (Phil 2,7-8; Testament des hl. Franziskus 19) MINDERSEINFranziskus und Klara personifizieren in unserer multikulturellen und multiethnischen Welt von heute ein positives Modell des Mindersein.

„Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Selig seid ihr, wenn ihr das wisst und danach handelt.“ (Joh 13, 13-17)

Von den vieleMINDERSEINn Geschichten, die vom Leben und der Persönlichkeit des Franz von Assisi Zeugnis geben, lernen wir seine Leidenschaft kennen, so wie Jesus zu leben. Am Beginn seines Bekehrungsprozesses begegnete er einem Aussätzigen der ihn anekelte. Das war kein Wunder, denn in seiner Jugend war Franziskus an ein Leben im Luxus gewöhnt. Und trotzdem, als ihm klar wurde, dass er sich mit dem Rückzug von dem Leprakranken auch immer mehr von Gott zurückzog, kehrte er um. Er lief zu dem Kranken, umarmte und küsste ihn. Dieses BMINDERSEINild der Umarmung des Aussätzigen personifiziert die Bedeutung von Mindersein, so wie die Geste Jesu der Fußwaschung. Für Christus und Franziskus ist Demut ein integraler Bestandteil des Minderseins. Es ist nicht eine Demut, die dem anderen peinlich ist, sondern vielmehr eine Demut geboren aus der Leidenschaft für den Anderen.

Im VII. CPO sind wir eingeladen, aus unserem erneuertem Verständnis von Brüderlichkeit und herausgefordert durch die aktuellen Probleme unserer Gesellschaft Mindersein nicht als rein persönliche asketische Tugend zu betrachten, sondern von seiner gemeinschaftlichen, institutionellen, ja strukturellen Dimension her zu sehen. Damit stehen wir in der Fortführung des VI. CPO (Prop. 4).

 
 
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