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Internationale Wirtschaftliche Solidarität

 
Die Dienststelle für Wirtschaftliche Solidarität wurde im März 1999 auf Grund des Statuto della solidarietà economica internazionale, geschaffen. Dieses war vom Generaldefinitorium approbiert worden und wurde im Jahr 2000 vom Generalkapitel bestätigt.

Die Dienststelle hat zur Aufgabe, die Vision wirtschaftlicher Solidarität, wie sie auf dem VI CPO (Prop. 21-28) entwickelt und vorgeschlagen wurde, in die Tat umzusetzen.

Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Verteilung jener finanziellen Mittel zu organisieren, die von den verschiedenen Zirkumskriptionen des Ordens und von ihren Wohltätern dem Gesamtorden zur Verfügung gestellt werden. Der Promotor der Solidarität (Br. Helmut Rakowski, Rheinisch-Westfälische Provinz) ist damit beauftragt, die Provinzen regelmäßig um angemessene Beiträge anzugehen.

Die für die Solidarität im Gesamtorden gesammelten Gelder werden in zwei verschiedene Fonds angelegt. Die Verwendung der Fonds ist genau geregelt:

Der Fonds “Mutter des Guten Hirten”

In diesen Fonds werden Gelder angelegt, die zur Unterstützung der missionarischen Aktivität des Ordens zur Verfügung gestellt werden. Die eingegangenen Gelder können eingesetzt werden zugunsten apostolischer und karitativer Projekte sowie für Projekte der Brüdergemeinschaft; diese Gelder sind ausschließlich für Asien, Afrika und Lateinamerika bestimmt. Verteilt werden sie nach den folgenden Kriterien:

a) Einpflanzung des franziskanisch-kapuzinischen Charismas;
b) Assistenz am Orden der Klarissen-Kapuzinerinnen;
c) franziskanisch-kapuzinisches Apostolat und Mission;
d) soziale Hilfsprojekte für Arme
e) Hilfen für Brüder und Schwestern der franziskanischen Familie und
zugunsten der Förderung des franziskanischen Charismas in Kirche und
Gesellschaft.

Der Fonds “Hl. Felix von Cantalice”

Dieser Fonds dient den Bedürfnissen der brüderlichen Solidarität im Gesamtorden. Die Gelder dieses Fonds werden für die folgenden Zwecke verwendet:

a) Bedürfnisse der Brüdergemeinschaften und der Zirkumskriptionen;
b) Pflege der älteren und kranken Brüder;
c) Bedürfnisse der Aus- und Weiterbildung in den Zirkumskriptionen;
d) Assistenz am Orden der Klarissen-Kapuzinerinnen;
e) Franziskanisch-kapuzinische Evangelisation, wenn diese von der
Kirche und den örtlichen Wohltätern nicht genügend unterstützt werden kann (Statut für Internationale Wirtschaftliche Solidarität, § 4,1 und 5,1).

Die Dienststelle nimmt die Gesuche um finanzielle Unterstützung jährlich vom 1. Januar bis 31. Juli entgegen. Dafür stellt sie ein Antragsformular zur Verfügung (vgl. Anhang). Die Dokumentation, die der Antragsteller einzureichen hat, muss vollständig, klar und präzise sein; sonst kann auf das Gesuch nicht eingetreten werden. Alle Gesuche bedürfen der Empfehlung durch einen Provinzialminister des Ordens. Das gilt auch für Gesuche, die von Provinzials-Vizeprovinzen, Kustodien und Delegationen eingereicht werden.

Gesuche, die erst nach dem 31. Juli eintreffen, können nicht mehr bearbeitet werden; normalerweise werden sie auf das folgende Jahr zurückgestellt. Die bei der Dienststelle eingereichten Gesuche werden von den Projektbearbeitern, den sog. “project managers” geprüft. Zur Zeit sind es: Br. Stefanos Tedla, Prov. Eritrea; Br. Jean-Guy Lanthier, Prov. Ostkanada und Br. Carlos Antonio Tavares, Prov. Minas Gerais, Brasilien. Diese geben nach den folgenden Gesichtspunkten ihr Empfehlungen ab: Übereinstimmung mit unseren Prioritäten, technische Zuverlässigkeit der Projekte, realistischer Finanzierungsmodus, realistische Zielsetzung der Projekte.

Die Empfehlungen der "project managers" gehen an die Internationale Kommission für Wirtschaftliche Solidarität. Diese ist aus 10-12 Mitgliedern zusammengesetzt, die aus den verschiedenen Konferenzen des Ordens ausgewählt werden. Zur Zeit setzt sich die Kommission folgendermaßen zusammen: Br. Vicente Carlos Kiaziku, Generaldefinitor, Präsident; Br. Manoel Delson Pedreira da Cruz, Generaldefinitor, Vizepräsident; Br. Frank Fugini, NACC; Br. Huub Boelaars, CENOC; Br. David Francis Peramangalam, CCSMI; Br. Hubert Calas, CENOC; Br. Francisco García, CCA; Br. José Bernardo Magalhães, CCB; Br. Angelo Pagano, CONCAO; Br. José Luis Aparicio García, CIC; Br. Kazimierz Synowczyk, CECOC; Br. Othmar Noggler, CENOC; e Br. Gianfranco Palmisani, CIMPCap. Die Kommission tritt jährlich einmal zusammen, im Allgemeinen im Oktober, bearbeitet alle Gesuche, die ihr von der Dienststelle vorgelegt werden, nimmt die Empfehlungen der "project managers" entgegen und gibt ihre eigenen Empfehlungen ab. Diese werden dann durch die Dienststelle an das Generaldefinitorium weitergeleitet.

Für alle Entscheidungen bezüglich finanzieller Hilfe ist allein das Generaldefinitorium zuständig. Es informiert die Dienststelle über seine Entscheidungen; diese ist dann für die Auszahlung der beschlossenen Summen zuständig.

Die Zahlung der für die verschiedenen Projekte beschlossenen Beiträge erfolgt normalerweise zwischen Januar und Juli. Je nach Verfügbarkeit der Finanzen kann die Periode der Auszahlungen verlängert werden. Die Auszahlung erfolgt entsprechend der Art der Projekte, ihrer Dringlichkeit und der örtlichen Verhältnisse.

Die Dienststelle für Wirtschaftliche Solidarität informiert alle Höheren O beren des Ordens über die Projekte, die ihr eingereicht wurden, und auch über die entsprechenden Entscheidungen des Generaldefinitoriums.

Sie gibt auch Informationen weiter bezüglich der Beträge, die dem Promotor für Solidarität von den Zirkumskriptionen überwiesen wurden wie auch bezüglich jener Beträge, die im Rahmen der Wirtschaftlichen Solidarität bilateral von einer Zirkumskription zu einer anderen transferiert wurden. Dafür ist er auf die Mitarbeit der Provinzen angewiesen. Für entsprechende Mitteilungen steht ein einfaches Formular zur Verfügung steht (vgl. Anhang).

Die Dienststelle für Wirtschaftliche Solidarität wird von einem Sekretär geleitet: Br. Luis Eduardo Rubiano (Prov. Kolumbien); ihm zur Seite steht ein Vizesekretär: Br. Mark D`Souza (Prov. St. Fidelis Nordindien).

 
Dokumente im Anhang
1. Formular: Hilfsgesuch
2. Formular: Kosten für Grundausbildung
3. Formular: Geldzuwendungen an eine andere Zirkumskription
 
Opus Solidarietatis Pax - Brief von Br. Helmut Rakowski, Promotor der Solidarität

Druckqualität

schwarz/weiß
 
Kontakt
 

solidarity@ofmcap.org

     
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